Hellsehen decodiert!

 

Hellsehen, Heilen, Verwünschen, Telekinesis, Remote Viewing, Weisse Magie, Schwarze Magie, Channeling und Astralreisen sind nur einige der vielen kreativen Ausdrucksformen menschlicher Intuition.

Verborgen (oder vergessen) in den Tiefen unserer Seele schlummert eine Vielzahl uns gegebener Kräfte. Eine in unserer Gesellschaft an den Rande der Glaubensrealität verdrängte Kraft ist jene der Intuition. Die Intuition ist wie ein Rohdiamant, der sich schleifen lässt. Einer der schönsten Schliffe und Ausdrucksformen des Diamanten ist die Hellsichtigkeit.

Aus diesem Grunde wurde das Hellsehen in alten Kulturen - aber auch heute noch - fast  ausnahmslos mit dem Göttlichen in Verbindung gebracht. Über Jahrtausende hob die Menschheit die Hellsichtigkeit in das Pantheon der Halbgötter und Götter. Je nach Kultur waren es Ahnen, Elementarwesen, magische Tiere oder Götter auf hohen Bergen, in tiefen Tälern oder alten Bäumen, die den Hellsehern die Informationen weitergaben. Erklärte sich jemand als direkter Empfänger solcher Nachrichten, dann war er kein einfaches Medium oder Hellseher mehr. Sondern er wurde zum Propheten! Zwischengötter wurden umgangen, der Übermittler war ein Heiliger!

Im Mittelmeerraum veränderte in den letzten 1500 bis 2000 Jahren der Monotheismus vorhandene Kulturen. Götter und Halbgötter wurden ins Altenheim gesendet. Plötzlich waren es nicht mehr Apollo, Totengötter oder Naturgeister, die mediale Durchsagen und Visionen weitergaben sondern Engel und Heilige.

Einige Jahrhunderte später, mit der Aufklärung, verlor die Religion in Europa ihre Bedeutung und wieder veränderte sich die Quelle hellseherischen und medialen Ursprungs. Heilige und Engel wurden durch modernere Wesenheiten ersetzt.

Im Zeitalter des Bücherdruckes und heute über das Internet wurden der Menschheit global ganz neue Wege der Bildung gegeben! Dies beeinflusste nicht nur die Wissenschaft, Geschichtsschreibung oder Politik, sondern auch die Spiritualität und Hellsichtigkeit. Neue Wissensquellen wurden zugänglich, man erfuhr von neuen, exotischen Heiligen, Göttern, Fabelwesen und mystischen Persönlichkeiten die helfen konnten, mediale Visionen zu empfangen. Dies kann als Vorteil gesehen werden, weil plötzlich Wissen und Kulturen wahrgenommen werden konnten, die früher nicht greifbar waren. Der Hellseher kann sich für mediale Bilder gegenüber Menschen und Kulturen am anderen Ende der Welt öffnen.  

Aus der Schweiz beispielsweise kann man medial Menschen in Japan, Südafrika oder Argentinien lesen.

Mit Remote Viewing ist es möglich, Flugzeuge und Militärbunker oder Börsenplätze in Afrika, China, den USA oder Bolivien zu orten und auszukundschaften. Man kann den Gott Shiva in Indien, Manitu aus den USA oder heilige Schlangen, Affen und Delphine aus Südamerika, Australien oder Thailand channelen.

 

Spirituelle Globalisierung!

Ohne Zweifel ist vor allem die zuletzt genannte Möglichkeit sehr exotisch und anziehend. Sie lenkt aber von der eigentlichen Quelle des medialen und hellseherischen Ursprungs ab. Wir lassen uns täuschen und fallen 2000 Jahre in der menschlichen Geschichte zurück, wir gehen vom Monotheismus zurück zum Polytheismus! Aus einem Gott, nämlich unserem eigenen Höheren Selbst, werden wieder unzählige Götter und Halbgötter. Die Lehre Jesus, wir seien alle Kinder Gottes und tragen Gott in uns, wird vergessen, die eigene göttliche Quelle versiegt und wir werden abhängig von Philosophien ferner Kulturen mit Mantras und Gebeten in Sprachen, die wir nicht verstehen!

 

Dabei ist Hellsehen so einfach!

Medial lesen oder hören ist wie bereits erwähnt ein völlig normaler Anteil der menschlichen Seele! Gleich wie die Künste und Wissenschaften gehört die Kraft der Intuition und deren Ausdrucksformen, z.B. das Hellsehen und Visionen empfangen, zur Natur des Menschen.

Mit 20 Jahren folgte ich meiner medialen Stimme und Wahrnehmung und reiste nach Indien. Ein Lichtwesen wies mich an, meine Pläne zu ändern und in Indien die Kraft der Medialität zu erlernen. Dem Dogma, das über indische Religionen vermittelt wird folgend, besuchte ich Indien um mich in die Kraft des Hellsehens einweisen zu lassen. Schon sehr bald lernte ich meine Geistführer kennen. Ebenfalls medial veranlagte Menschen traten in mein Leben und teilten ihre Erfahrungen mit mir.

Das mentale Buch der spirituellen Gesetze in meinem Kopf wurde von Woche zu Woche länger, veränderte sich, wurde kürzer, dann wieder länger und wieder kürzer. Schon bald schien es mir, dass göttliche Gesetze genau so unübersichtlich sind wie juristische Gesetzbücher.

Ich fordere gerne heraus um zu sehen, wo mögliche Grenzen sind. Meine Geistführer forderte ich heraus indem ich ihre Lehren brach und Grenzen überschritt. Zu Beginn war ich höchst erstaunt, dass mich kein Blitz traf, kein Engel bestrafte und kein Gott mich verurteilte! Nach knapp einem Jahr wechselte ich den Kontinent und ging nach Südamerika zurück. Plötzlich waren nicht nur die Götter andere, sondern auch die sogenannten kosmischen Gesetze.

Meine Verwirrung war perfekt! Irgendwann überschritt ich die Grenzen zwischen schwarz und weiss, nur um zu sehen wie es sich auf der „anderen“ Seite anfühlt. Erneut war ich höchst erstaunt, als ich auch hier Menschen mit Ängsten, Freuden und Talenten antraf. Sogar die Visionen und medialen Durchsagen waren praktisch identisch. Es ging ebenfalls um den Aufstieg in höhere Dimensionen und um die geistige Freiheit. Natürlich wurde wie überall die andere Seite als die falsche Seite angesehen. In der Welt schwarzer und weisser Mystik, so lernte ich sehr schnell, ist es wie in der Politik. Je weniger man über den anderen weiss, umso „schlechter“ ist er. Kennt man beide Seiten, dann stellt man fest, dass keine Seite nur böse oder nur gut ist. Dieser Schritt der Relativierung war äusserst wichtig für meine mediale Tätigkeit. Ich erkannte rasch, dass es Gott oder dem Göttlichen gleichgültig ist, ob man Vegetarier ist oder nicht, täglich meditiert oder nicht, Alkohol trinkt oder nicht, flucht oder nicht, politisch links oder rechts steht und seine Mitmenschen liebt oder hasst!

Das Göttliche verteilt seine Talente unter den Menschen. Dem einen gibt er mehr Kreativität, einem anderen eine Portion Intelligenz und dem dritten die Kraft der Hellsichtigkeit. Wir werden mit unseren persönlichen Talenten geboren und werden damit früh in die Selbstständigkeit entlassen. Es steht uns frei, ob wir dem Talent folgen wollen oder nicht. Es steht uns offen, ob wir dieses Talent bei Tag oder Nacht einsetzen, für das Gute oder das Böse. Gehen wir noch einen Schritt weiter, dann müssen wir uns eingestehen, dass selbst die Wertung zwischen Gut und Böse relativ ist. Von unserer kleinen menschlichen Warte aus gesehen ist es unmöglich, eine einzelne Handlung als Teil eines Ganzen zu sehen.

Ein Beispiel aus der Gegenwart? Als Barak Obama zum Präsidenten der USA gewählt wurde, empfingen viele mediale Menschen die Durchsage, dass mit ihm ein Wechsel kommen würde, dass er aus den dunklen und bösen Schatten der Ära Bush treten würde....Es zeigte sich aber bereits in der ersten Amtsperiode, dass er diese Erwartungen nicht erfüllen wollte und den Schatten seines Vorgängers nicht verlassen konnte... Was in diesem Beispiel gut oder schlecht ist kann niemand wirklich sagen. Für die einen sind Bush und Obama geborene Dämonen, für andere politische Heilige.

Selbstständige Medialität ist erst möglich, wenn man auferlegte Abhängigkeiten hinter sich lassen kann. Moralische und ethische Wertvorstellungen können wichtig sein für ein geordnetes Leben auf der Erde. Für mediales lernen können sie eine Hilfestellung sein, nicht aber Vorschrift. Meiner Erfahrung nach ist die Kraft der Intuition neutral und völlig wertfrei!

Schlussendlich verhält es sich wieder wie in der Kunst oder der Wissenschaft: Wer den Mittelweg der Massen und Vorschriften verlässt, hat die Möglichkeit, Einzigartigkeit zu erleben und seiner Bestimmung näher zu kommen!

Heute bringe ich Menschen rund um den Globus bei, wie die Kraft der Hellsichtigkeit einzusetzen ist. Darunter sind Christen, Juden, Moslems, Buddhisten, Hinduisten und Atheisten. Ich reise in die entlegensten Orte in Afghanistan, Nigeria oder dem Irak um meine Kunden zu beraten und zu unterrichten. Sie üben Berufe aus von A bis Z, stehen in Zeitungen als geniale Entdecker oder als Diktatoren.

Man schätze an mir, so höre ich immer wieder, dass ich nicht werte und Menschen so nehme wie sie sind.

Hellsehen ist banal einfach! Es benötigt nicht mehr als genügend Interesse am Thema und etwas Talent, um sich für mediale Durchsagen und Nachrichten zu öffnen.

Man stelle sich vor, es gehe um das Erlernen eines Instrumentes. Auf einer Gitarre kann ich sowohl klassische Musik als auch richtig aggressiven Heavy Metal spielen. Beide Stile führen mich zum Ziel und beide Richtungen haben ihre Bedeutung und Richtigkeit. 

Dem Adepten des Hellsehens möchte ich raten, die Angst vor der übergrossen Verantwortung hinter sich zu lassen. Die mediale Sprache lernt man durch Erfahrung. Es zeigt sich in den meisten Fällen bald, ob ein Grundtalent vorhanden ist. Erkennt man dieses, ist es wichtig, sich viel Zeit zu nehmen um die Sprache der Hellsichtigkeit zu erlernen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen oder aus der Hölle gestiegen.

An meinen Seminaren ist es mir wichtig, dass die Teilnehmer ihre persönliche Freiheit behalten. Egal ob man Fleisch isst oder nicht, Zigaretten raucht oder nicht, treu ist oder nicht, betet oder nicht: Jeder, der mit offenem Herzen und wachem Kopf kommt hat die Möglichkeit, Hellsehen zu erlernen.

Interessanterweise sind meistens jene, die mit Dogmen, Wertvorstellungen und Vorurteilen an einen Kurs kommen jene, die mehr Mühe haben als unvoreingenommene Teilnehmer.

In der Aura sehe ich Medialität als eigenständige Farbe. Ob das dritte Auge geöffnet ist, kann ich anhand der Farben auf der Stirne erkennen. Bei einem Heiler sehe ich eine direkte Verbindung zwischen dem drittem Auge und den Händen. Kann jemand Hellsehen und teilt die Informationen verbal mit, sehe ich dies an den Farben auf der Stirn und der Farbe im Mund. In der Aura erkenne ich, welche Ausdrucksform der Intuition vorhanden ist. Sie zeigt mir ebenfalls, ob diese Talente ausgelebt werden. Jedes Chakra funktioniert als eigenständiges „Organ“. Wer seine hellseherischen Fähigkeiten schulen möchte, sollte sich unbedingt auf sein drittes Auge konzentrieren und lernen, dieses zu öffnen und zu aktivieren. Es ist die einzig wirklich wichtige Technik, um Hellsehen zu erlernen.

Dem interessierten Adepten wünsche ich schon jetzt viele spannende und lernreiche Momente!

 

Zum Abschluss eine Strophe aus Goethes „Zauberlehrling“, treffend zu auferlegten Dogmen, Wertvorstellungen und „kosmischen“ Gesetzen:

….. Und sie laufen! Nass und nässer wirds im Saal und auf den Stufen:
welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister, hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.

 

www.martinzoller.com

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Mariola (Dienstag, 11 April 2017 13:34)

    Hallo ...
    Sehr Interessanter Beitrag ...
    Vor allem dass Sie es zusammenfassen dass spirituell und hellsichtig nicht davon abhängig ist wie man sich anzieht , was man ist , ob man hübsch , modern oder bio von Wesen ist ...
    Ich habe erkannt dass das wichtigste ist :wie die Menschen miteinander umgehen welche Werte in schwierigen Situationen ausgelebt werden ...wie Menschen versuchen ein Miteinander wieder zB nach Reibung herzustellen...
    Liebe Grüsse , Mariola

  • #2

    Ruth Buser (Mittwoch, 12 April 2017 14:49)

    Sehr lesenswerter und eindrücklicher Artikel! Interessant auch die Ausführungen über Hellsichtigkeit im Altertum und im
    Alltag. Und an den Seminaren staune ich immer wieder, wie Martin uns aufzeigt, wie wir unsere eigene Medialität entdecken und leben können.