Praxis für chinesische Medizin

Yan Gu

Die traditionelle chinesische Medizin wird als Heilkunde seit mehr als 2000 Jahren praktiziert und ständig weiterentwickelt. Sie gilt als alternativ- oder komplementärmedizinisches Verfahren.

Eine Schlüsselrolle in der chinesischen Medizin spielt der Begriff “Qi”. Es ist eine auf Gleichgewicht aufgebaute Dynamik. Ist das Gleichgewicht empfindlich gestört, braucht es den Arzt, der mit seinem erfahrenen Blick, und im Gespräch mit dem Patienten die Ursache der Störungen ermittelt.

Nach chinesischer Krankheitslehre kommen die inneren Störungen, im Äusseren auf differenzierte Art zum Vorschein. Entsprechend gibt es diagnostische Verfahren wie zum Beispiel die Puls- oder die Zungendiagnose.

Bei der Pulsdiagnose wird die Qualität des Pulses analysiert. Es gibt über 20 verschiedene Pulsqualitäten, welche dem Spezialisten einen differenzierten Befund erlauben.

Bei der Zungendiagnose werden die Farbe und die Form der Zunge, sowie des Zungenbelages analysiert. Sie liefern wichtige Indikatoren über den Zustand verschiedener innerer Organe.

Zur Behandlung von Krankheiten sowie als prophylaktische Massnahmen werden verschiedene Methoden in Kombination angewandt.

Die sechs wichtigsten Methoden sind:

die Akupunktur

die Ohrakupunktur

die Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten)

das Schröpfen

die Tuina Massage

die Arzneimitteltherapie

 

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